Monatsarchiv: Dezember 2010

Frohes Neues Jahr!

Viele Grüße aus Luang Prabang in Laos.
Hier werden wir heute in das neue Jahr hineinfeiern.
Wir wünschen allen einen guten Rutsch und schönen Start ins Jahr 2011.

Frohe Weihnachten!

Viele Grüße aus Vietnam. Wir werden Weihnachten in Hanoi verbringen und wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und schöne Feiertage.

Chuc Mung Giang Sinh!

Anbei für Euch eine Auswahl der besten Weihnachtsdekorationen in Vietnam!


Mumbai

Zum Abschluss unserer Indienreise verbrachten wir einige Tage in Mumbai. Von dort ging die Reise dann weiter nach Singapur.

  • Verkehr, Verkehr und nochmals Verkehr. Bei jeder Straßenüberquerung tausend Tode sterben.
  • Zum Frühstück schon Kuchen essen.

    Auch Abends in klimatisierten Restaurantketten, weil die immerhin schöner sind, als die Bahnhofshallenanmutenden indischen Restaurants, in denen sich ausschließlich Männer aufhalten.

  • In Colaba auf der Straße von einem Agenten angesprochen werden, ob man als Statist in einem Bollywoodfilm mitspielen wolle.

Schwarz-gelbe Taxis in Mumbai.

Das Taj Mahal Palace Hotel.

Angelblich die Mitte der Welt, heißt es.

Chowpatty Beach.

Zuckerwatte!

Udaipur und warum das mit Goa und uns nichts mehr wurde

Obwohl uns unser strenger Herbergsvater in Pushkar (so nannten wir den Hotelbesitzer, weil er uns jedes Mal, wenn er uns sah, fragte: „Everything ok?“ und auch sonst ziemlich viele Fragen stellte und um jeden Schritt, den wir machten, Bescheid wissen wollte,) zu Diwali, dem Fest der tausend Lichter eingeladen hatte, verschmähten wir die Einladung und reisten ab. Nach Udaipur. Sechs Stunden Zugfahrt, über eine Stunde auf dem Bahnsteig warten, wegen Verspätung. Im Nebenwaggon muss Shahrukh Khan gesessen sein, anders konnte man sich das Gekreische nicht erklären.
Wir also in Udaipur. Es hieß, wir hätten Glück gehabt, weil ausnahmsweise mal Wasser im Fluss wäre, der nämlich sonst immer ausgetrocknet sei. Es sah auch wirklich sehr nett aus. Nicht ohne Grund wurde hier u.a. der James-Bond-Film Octopussy gedreht. Diesen Film konnte man sich dann jeden Abend in verschiedenen Restaurants ansehen.
Wegen Diwali war Udaipur mit unzähligen Lichtern geschmückt und gefeiert wurde die ganze Nacht. Mehrere Nächte hintereinander. Es wurde geböllert was das Zeug hielt und alle hatten sich sehr festlich gekleidet und waren so noch schicker, als sonst immer.

Unsere Reise sollte nun von Norden endlich Richtung Süden, nach Goa gehen, aber es kam dann doch anders. Der Flug nach Goa war gebucht, einmal Umsteigen in Mumbai und mit einer anderen Fluggesellschaft weiterfliegen, klingt nicht besonders kompliziert, war es aber leider sehr.
Schon auf der Taxifahrt zum Flughafen hatten wir einen Platten und der Reifen musste gewechselt werden. Am Flughafen angekommen, war unser Flug nach Mumbai mit Verspätung angezeigt. Alles kein Problem und selbstverständlich erreichen wir noch unseren Anschlussflug, hieß es.
Sechs Stunden später saßen wir immer noch an der gleichen Stelle, also auf dem Flughafen in Udaipur. Den Anschlussflug hatten wir mittlerweile mehr als verpasst und auch das Geld verloren.
Und so kam es, dass wir schlicht und einfach keinen Bock mehr hatten, nach Goa zu fliegen und nach ein paar Tagen Mumbai direkt weiter nach Singapur gereist sind.

Die heilige Stadt Pushkar

Mit dem zweiten Anlauf hat es schließlich geklappt und wir sind in der heiligen Stadt Pushkar angekommen. Diesmal haben wir den Bus genommen, der in Jaipur losfuhr und uns direkt ans Ziel nach Pushkar brachte. Die Busfahrt verlief reibungslos. Draußen gab es wüstenähnliche Landschaft zu bestaunen, drinnen tönte Bollywood-Beat, dazu flatterten die Gardinen im Fahrtwind und das erste Mal seit Ankunft in Indien breitete sich ein Gefühl der Entspannung aus.

Pushkar.

Da das Hotel unserer Wahl auf unsere E-Mail-Reservierung nicht reagierte, kam es uns aber sehr gelegen, dass gerade aus diesem Hotel – wie zahlreiche andere auch – ein junger Mann am Busbahnhof wartete und erwartungsvoll mit der Visitenkarte des Hotels wedelte.

Marina nahm eine Fahrradrikscha und ließ sich und unser Gepäck zum Hotel fahren, da für mich dort kein Platz mehr war, durfte ich mit dem jungen Mann, der sich als Sohn des Hotelbesitzers herausstellte, auf seinem Motorrad mitfahren.

Das Hotel war liebevoll gestaltet. Jedes Zimmer mit individuellem Anstrich und eine Dachterrasse mit wunderschönen Malereien.

Dachterrasse vom Hotel.

 

 

 

 

 

 

Unser Zimmer lag gegenüber einer alten Ruine, die offensichtlich von einer Affenfamilie in Beschlag genommen wurde. Aus diesen Grund wurden wir auch darum gebeten, bei Verlassen des Zimmers immer das Gitter vor dem Fenster zu schließen, damit sich kein Affe ins Zimmer verirrt.

Affenfamilie in der Ruine.

Nach einer kleinen Stärkung auf der Dachterrasse mit wundervollem Blick auf die Stadt und in die Berge, machten wir einen Spaziergang durch die Stadt. Hier gibt es den üblichen Touristen-Schnickschnack zu kaufen, wie weite bunte Hosen, die jeder, wirklich jeder Tourist auch dort getragen hat, Ledersandalen, bunte Schals, Gemälde und Buchläden.
Angenehm überrascht waren wir über die Saftbar, in der man superleckere frischgepresste Säfte trinken kann und die auch ein Müsli zubereiten, bei dessem Anblick einem schon das Wasser im Munde zusammenläuft.

Die Basarstraße in Pushkar.

Auch war es überhaupt nicht anstrengend auf der Straße, man wurde weder angestarrt, noch musste man jemanden abwimmeln. Statt dessen wurden wir von allen Seiten freundlich begrüßt. Nach einem leckeren Abendessen in einem der zahlreichen Straßencafés, vielem Händeschütteln und kurzen Plaudereien, hatten wir den Eindruck, dass diese Freundlichkeit schon irgendwie sektenähnlich anmutete.

In der heiligen Stadt Pushkar dürfen weder Fisch, noch Fleisch oder Eier gegessen werden. Außerdem gibt es keinen Alkohol (außer heimlich in der Teekanne serviert). Pushkar ist ein Ort, in dem sich viele Rucksack- und Langzeit-Touristen aufhalten. Wer hier als Tourist nicht auffallen will, sollte sich als Mann unbedingt den Vollbart bis mindestens zur Brust wachsen lassen und Dreadlocks tragen. Frau trägt Silberschmuck mit Glöckchen dran und die oben erwähnte Hose. Alle Männer, egal ob Inder oder Tourist, brausen auf ihren Motorrädern die Straße rauf und runter (die Inder tragen dabei oft noch spiegelnde Sonnenbrillen).
Jedes Jahr an Vollmond im November findet der weltgrößte Kamelmarkt statt. Leider waren wir dafür drei Wochen zu früh dort.

Aussicht von oben.

Zum Aufenthalt in Pushkar gehört auch der Aufstieg vor Sonnenaufgang zum auf einem Berg befindlichen Tempel, den man über 1000 Stufen erreicht. Oben angelangt, geht die Sonne hinter einem Berg auf und man hat einen tollen Ausblick über Pushkar und die nicht weit entfernte Wüste.

Marina vor dem heiligen See in Pushkar.

In der Stadt Pushkar.

Der heilige See in Pushkar.